Sachsen

Analyse der Eigentümer- und Betreiberstrukturen von Wintersportstätten des Leistungssports im Freistaat Sachsen 

Das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI), insb. die Stabstelle Sport, beauftragte uns mit der Analyse der Eigentümer- und Betreiberstruktur von Wintersportstätten des Leistungssports im Freistaat Sachsen.  

Im Freistaat Sachsen existieren derzeit fünf Bundesstützpunkte im Bereich Winter mit Sportstätten in den Städten:  

  • Altenberg, 
  • Chemnitz, 
  • Dresden, 
  • Klingenthal, 
  • Oberwiesenthal. 

 

Über das Projekt
 

 

 

 

Ausgangslage

 

 

 

Aufgrund des Status als Bundesstützpunkt erfolgt eine finanzielle Beteiligung des Bundes, des Landes sowie der nationalen Spitzensportverbände an der Betreibung dieser Sportstätten. Aktuell herrschen vielfältige Betreiber- und Eigentumsverhältnisse an den verschiedenen Wintersportstandorten, welche im Bedarfsfall aufgrund unterschiedlicher sportpolitischer und -fachlicher Interessen zu langwierigen und komplexen Entscheidungsprozessen führen. Zudem zeigt sich eine ungleiche finanzielle Leistungsfähigkeit der Eigentümerinnen und Eigentümer verbunden mit erheblichen finanziellen Herausforderungen im Rahmen der Finanzierung von Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen.  

Ziel des Projektes war eine Untersuchung und Bewertung der gegenwärtigen Eigentümer- und Betreiberstruktur dieser Wintersportstätten des Leistungssports im Freistaat Sachsen sowie die Identifizierung potenzieller Modelle zur Bündelung der bestehenden Strukturen.  

 

 

Vorgehensweise

 

 

 

Nach diesem Slogan wurden gemeinsam Handlungsfelder und Schlüsselprojekte ausgearbeitet. Dabei spielen vier Entwicklungsgrundsätze eine große und wichtige Rolle:

Nach erfolgtem Projektauftakt im April 2024 wurde mit den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Betreiberinnen und Betreibern der Sportstätten der fünf Standorte Kontakt aufgenommen. Von Anfang Mai bis Mitte Juli 2024 fanden die Analyse der zugearbeiteten Unterlagen, Vor-Ort-Besichtigungen der Sportstätten sowie Interviews mit den Vertretungen der Eigentümer- und Betreiberstrukturen der Sportstätten statt. 

Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangslagen wurde für jeden Standort eine separate Ist-Analyse erstellt. Für die Vergleichbarkeit folgten die Analysen einem gleichen Aufbau.  

In monatlichen Abständen fanden zwischen Mai und Oktober 2024 Regeltermine mit dem Auftraggeber statt. Im August 2024 erfolgten die Übersendung des Zwischenberichts sowie die Präsentation beim Auftraggeber. Teil des Zwischenberichts war die Vorstellung potenzieller künftiger Modelle zur Eigentümer- und Betreiberstruktur (Organisations- und Rechtsformen) mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Im Rahmen der Entwicklung des Grobkonzeptes erfolgte die Durchführung einer Nutzwertanalyse für potenzielle Rechtsformen. Die Arbeitsergebnisse, auf Basis des Zwischenberichts sowie das aus der Nutzwertanalyse abgeleitete Vorzugsmodell wurden dem Auftraggeber im Rahmen einer Präsentation im Oktober 2024 unter Einbeziehung der Vertretungen der einzelnen Wintersportstandorte vorgestellt. 

 

Ergebnis

 

 

Damit die Ausrichtung auf die Zukunftspotenziale erfolgreich sein kann, wurden zwei Handlungsfelder definiert, die weiter in Schlüsselprojekte untergliedert werden und zusammen einen umsetzungsorientierten Leitfaden bilden. Mit der Umsetzung der Handlungsfelder wird die Vision mit Leben gefüllt. Sie bilden mit Blick auf den Markt und dessen Trends sowie die Destination Bad Schandau mit ihren Akteuren selbst die wichtigsten übergeordneten Ziele nach innen und außen.

Schlussendlich lässt sich festhalten, dass eine effiziente Umsetzung des Kurortentwicklungsplans nur gewährleistet werden kann, wenn alle beteiligten Akteure die Inhalte nachvollziehen und diese auch befürworten. Die Bereiche Tourismus, Gesundheit und Destinationsmarketing sollen nicht nur zum Nutzen der Gäste weiter ausgebaut werden. Vielmehr ist es der Anspruch aller Beteiligten, für die Bevölkerung die Lebensqualität und für die Betriebe die Standortqualität zu verbessern. Durch die Umsetzung des Kurortentwicklungskonzeptes kann Bad Schandau eine feste Stellung als modernes und aktives Kneippheilbad erhalten und optimale Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Bevölkerung und den Tourismus schaffen.